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Startseite  >  Der Chiantiwein - Informationen zum weltbekannten Chianti

Der Chiantiwein

Weltbekannt und viel besungen, sammelt unter seinem Namen Chianti Weine verschiedener Charaktere und sehr unterschiedlicher Qualitäten. Zur Verteidigung der Qualität wurden schon im frühen Mittelalter in Florenz scharfe Bestimmungen erlassen. 1716 legt der Großherzog der Toskana, Cosimo III. das Gebiet des Chianti erstmals eindeutig fest. 

Chianti und Chianti Classico - was ist eigentlich der Unterschied?

Das heutige Chianti Gebiet erstreckt sich über weite Teile der Toskana von Pisa bis Arezzo und ist in mehrere Unterzonen eingeteilt, die wiederum unterschiedliche Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Die geringsten gelten für einen Chianti DOCG, die höchsten Ansprüche werden an den Chianti Classico DOCG gestellt. Die Zone des Chianti Classico liegt  zwischen Siena und Florenz und ist das Herzstück des Chianti. Hier haben sich die Winzer im Consorzio del Marchio Storico Chianti Classico zusammengeschlossen: Nur ihre Chianti Classico dürfen den berühmten Gallo Nero, den schwarzen Hahn am Flaschenhals tragen - das Zeichen für einen hochwertigen Chianti Classico. 

Der Mischsatz des Chianti

Mitte des 19. Jahrhunderts, erfand der legendäre Baron Bettino Ricasoli, auf seinem Weingut Castello Brolio die "Chianti Formel". Nach zahlreichen Versuchen fand er heraus, dass der Chianti am besten wurde, wenn man folgenden Mischsatz anwendete: 70% Sangiovese für Frucht und Körper, 15% Cannaiolo für Duft und Farbe und 10% weiße Trauben wie Trebbiano oder Malvasia für Leichtigkeit und Eleganz.  Dieser Mischsatz galt lange Zeit als unumstößlich. Sein wichtigster Bestandteil war der Sangiovese. In den 80-ern beschloß das Consorzio für den Chianti Classico DOCG die Formel zu ändern, es durften nun auch rote fremde Trauben dem Sangiovese zugegeben werden. Das trug nicht unbedingt zur Verbesserung des Chianti Classico bei, wohl aber zur Verfälschung des typischen Chianti. Durch die Zugabe fremder roter Traubensorten zum Sangiovese wurde der Begriff Chianti Classico ad absurdum geführt. Seriöse Erzeuger verzichten auf die Zugabe von Syrah, Cabernet und Merlot, verändern sie doch den Charakter des Chianti und übertönen im schlimmsten Fall die feine kirschige Sangiovese-Frucht. 
Die wichtigste Traube im Chianti Classico ist der Sangiovese, es gibt kaum eine Rebe in Italien, die so vielseitig ist wie Sangiovese. Was aus diesen Trauben produziert wird, reicht vombilligsten Massenwein in der Romagna oder in den Ebenen Latiumsbis zum edelsten Brunello, Vino Nobile oder Chianti Classico. Es ist der Mensch, der mit verschiedenen Ab-sichten die Klone selektioniert hat. Das Ursprungsgebiet des Sangiovese ist mit Sicherheit Mittelitalien und dort offensichtlich das Hügelland der Toskana und Umbrien, wie auch das imNorden angrenzende Bergland der Emilia Romagna. Neben den Barbera-Reben ist die Sangiovese-Rebe die am weiteste verbreitetste in Italien. Dies ist ein Hinweis auf ihre hohe Qualität. Wer als Weinerzeuger möchte nicht am elterfolg des Chianti der letzten hundert Jahre, ein Erfolg der Sangiovese-Traube, teilnehmen?Nicht die alten Römer, sondern schon die Etrusker, haben, wie aus den Funden von Kernen nachzuweisen ist, vermutlich den Vorgänger der heutigen Sangiovese Klonen gekannt und selektioniert.  Die Römer gaben ihm seinen Namen, weil er sehr farbintensiv war nannten sie ihn sanguis jovis, Blut des Jupiter.
Mit unserer Chianti Classico Probe haben wir Ihnen ein Paket zusammengestellt, welches unsere drei Chianti Classico beinhaltet.

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